Open House - Neue Wege in der Arbeit im Frauen- und Kinderschutzhaus

Open House  - ein einjähriges Projekt zur konzeptionellen Weiterentwicklung der Arbeit im Frauen- und Kinderschutzhaus.
In unserem Frauen- und Kinderschutzhaus finden seit 37 Jahren Frauen und Kinder, die in ihrem familiären Umfeld von Gewalt bedroht oder misshandelt worden sind, Begleitung, Beratung, Aufnahme und Schutz.
Der Aufenthaltsort der Frauen ist anonym und wird nicht bekannt gegeben. Gemeinsam werden Wege aus der Krise und eine neue Perspektive gesucht.
Die langjährige Erfahrung zeigt, dass die Frauen und Familien, deren Lebenssituationen sowie die daraus resultierenden Bedarfe sehr unterschiedlich sind.
Über die Jahre haben wir unsere Arbeit stetig überprüft und konzeptionell weiterentwickelt. Gleichzeitig merken wir immer wieder deutlich, dass wir mit dem klassischen anonymen und traditionell stark parteilichen Arbeitsansatz der Frauenhausarbeit an Grenzen stoßen, die uns in einer bedarfsorientierten Begleitung einschränken. Dabei stellt sich die Frage, wie ein modernes und zukunftsfähiges Frauen- und Kinderschutzhaus ausgestaltet und in seinem Angebotsspektrum weiter ausdifferenziert werden sollte. Man bewegt sich dabei hin zu einer systemischen Sichtweise, die das ganze System in die Problemlösung miteinbezieht.
Umsetzen könnte man dies, in dem das Angebot beispielsweise auch Kinderberatung, Elternberatung, Paarberatung und ggf. Täterberatung (in Kooperation) umfasst.
Der Schutz der betroffenen Frauen und die Parteilichkeit im Sinne einer Ächtung der Gewalt stünden dabei weiterhin an oberster Stelle, das Unterstützungsangebot würde sich aber viel deutlicher an der individuellen Lebensrealität und den Zukunftsvorstellungen der einzelnen von Gewalt betroffenen Frau orientieren.
Tiefgreifende konzeptionelle Veränderungen erfordern eine gründliche Recherche, eine Bedarfserhebung auch unter Berücksichtigung der hiesigen Angebotslandschaft, das Abwägen von Chancen und Risiken, die Überprüfung der finanziellen, personellen und räumlichen Umsetzbarkeit sowie den Mut der Mitarbeitenden, neue Denkweisen mit langjähriger  Erfahrung zu verbinden und im Sinne der Betroffenen neue Wege zu gehen. Dies setzen wir im einjährigen Projekt Open House um.
Ermöglicht wird das einjährige Projekt durch die Unterstützung durch den Diakonie-Spendenfonds der Diakonie Württemberg und weiterer Spenden.

Spendenprojekt 1026-000

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