Mitternachtsmission klassik

Seit Dezember 2016 hat sich die Beratungsstelle für Frauen in Mitternachtsmission umbenannt. Derzeit befinden sich die Seiten in Überarbeitung. Eine Aktualisierung der Internetpräsenz findet in den nächsten Wochen statt.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

 Jahresbericht Mitternachtsmission 2016

Christliches Angebot und schnelle Hilfe

„Weil Gott das Heil aller Menschen will, bekennen wir uns bewusst zur Mission und verbinden das geistliche Anliegen mit dem sozialen Engagement. Das Christliche ist ein Angebot, kein Zwang.“
Die Mitarbeiterinnen der Mitternachtsmission beraten und begleiten vor allem Menschen, die zu den Randgruppen unserer Gesellschaft gehören, z. B. gefährdete, straffällig gewordene Mädchen und Frauen sowie Prostituierte und Opfer von Menschenhandel.
Schnelle, unbürokratische Hilfe, Zuhören, aber auch ein gemeinsames Gebet oder die Suche nach Antworten auf Lebensfragen gehören zum Angebot. Das Team geht aktiv auf Menschen zu, es hilft schnell und unbürokratisch – rund um die Uhr.

  • Besuche in Obdachlosen-Unterkünften  
  • Besuche in Clubs und im Bordell 
  • Hilfe bei der Wohnungs- und Arbeitsvermittlung
  • Vermittlung von Ausstiegshilfen für Prostituierte sowie Integrationshilfen
  • Soziale Hilfen in besonderen Notlagen
  • Beratung in allen Lebensfragen und Seelsorge
  • Bibelkreise

Lotsenprojekt für obdachlose Familien

Für Familien oder alleinerziehende Eltern mit ihren Kindern, die von Obdachlosigkeit bedroht sind oder bereits ihren Wohnraum verloren haben.

Wir bieten Sozial-, Lebens- und Erziehungsberatung und Seelsorge sowie Unterstützung bei Kontakten mit Behörden, bei der Wohnungssuche bzw. dem Erhalt des Wohnraumes an. 

Aufsuchende Arbeit im Rotlicht

Für Frauen, die in Heilbronn und Umgebung in der Prostitution oder Animation in Clubs oder Bordell arbeiten. Anbieten von niederschwelligen Formen der Sozialberatung, Lebensberatung oder Seelsorge, Unterstützung bei Bedarf bei Kontakten mit Behörden.

Aufsuchende Arbeit im Obdachlosenheim
Alle 2 Wochen Besuche direkt vor Ort. Anbieten von niederschwelligen Formen der Sozialberatung, Lebensberatung oder Seelsorge, Unterstützung bei Bedarf bei Kontakten mit Behörden.

 


ein Angebot für Flüchtlingskinder

Seit Juli 2015 sind wir nun auch in Teilen der Nordstadt unterwegs, um Beziehungen zu den dort lebenden Kindern und Jugendlichen aufzubauen.

Dank der finanziellen Förderung der Christian-Bürkert-Stiftung haben wir nun die Möglichkeit seit diesem Sommer zweimal wöchentlich am Nachmittag vor Ort vorbei zu schauen und den Kindern dort ein Bedarf gerechtes Angebot (Einzeltermine und altersadäquates Gruppenangebot) zu machen. Damit möchten wir auf die massiven Nöte der obdachlosen bzw. der durch Kriegserfahrung und Flucht vielfach traumatisierten Kinder mit der Schaffung eines angemessenen Hilfsangebotes reagieren und das bewährte Konzept von Südstadtkids auf einen weiteren Stadtteil übertragen.

Grundlegende und erfolgreichen Grundpfeiler von Südstadtkids, die uns auch für Nordstadtkids wichtig sind:

  • christliche Wertevermittlung
  • Sekundärprävention
  • Integration
  • Beziehungsorientiertes Arbeiten in Einzelterminen und Einübung von Sozialverhalten in Gruppenangeboten etc.

Mailin Kreft, Bereichskoordinatorin von Südstadtkids, hat deshalb 20% bei Südstadtkids an die Kollegin Andrea Kommke abgegeben, um damit mit 20% bei Nordstadtkids einzusteigen und das Projekt voranzubringen.

AKTUELL!

In der kurzen Zeit, die wir jetzt schon dort sind, hat sich der eingeschlagene Weg bewährt. Die aktuell Kinder und Jugendliche sind dankbar um jeden Nachmittag, den wir bei ihnen vorbei schauen. Wir sehen, wie die Kinder Vertrauen zu uns aufbauen, sich wohl fühlen und sich mitteilen. In den Einzelangeboten lernen einige Kinder erste Griffe an der Gitarre, andere drücken sich über das Malen aus. Im gemeinsamen Gruppenangebot beim Spielen lernen die Kinder wichtige soziale Kompetenzen und in thematischen Einheiten beispielsweise welche Rechte Kinder haben.

Bei Aktionen/Ausflügen, wie das Zurückbringen von angesammelten Einkaufswagen vor dem Flüchtlingsheim oder einem Picknick im Park lernen wir die Gruppe besser kennen und teilen gemeinsame Erlebnisse. Durch die Zeit, die wir mit den Kindern verbringen lernen sie ganz nebenbei auch die deutsche Sprache. Es ist erstaunlich, wie schnell Kinder die Sprache aufnehmen.

WIE GEHT’S WEITER?

Noch haben wir keine eigenen Räumlichkeiten, halten uns viel draußen auf mit den Kindern und nutzen das Spielzimmer, das wir vor Jahren im Obdachlosenheim eingerichtet haben. Geeignete Räume haben wir noch nicht gefunden und vielleicht ist das auch gar nicht schlecht, denn derzeit ist so viel in Bewegung, dass eine längerfristige Festlegung vielleicht auch noch zu früh wäre. Die Stadt hat die große Herausforderung zu bewältigen, ständig neue Flüchtlingsunterkünfte zu finden. Dies geschieht in Heilbronn erfreulicherweise dezentral - viele wohnen in der Nordstadt. Planbar ist derzeit wenig, daher werden wir erst einmal mobil bleiben und uns da und dort nach einzelnen Räumen umschauen oder anderweitig Raum für unsere Angebote schaffen. Von Miteinander e.V. haben wir eine Großspende in Höhe von 10.000 Euro erhalten, das hilft uns weitere Schritte zu gehen. Diverse Anträge sind gestellt oder im Werden – von der Bewilligung und vom Spendenaufkommen hängt ab, wie wir weiter vorangehen.

Spendenprojekt: 1065-0 Nordstadtkids

Nordstadtkids-Mobil

Im Rahmen des Kleinprojekts „Nordstadtkids–Mobil (NSK)“ sind wir vor allem aufsuchend und mobil mit einem Bus (incl. Sitzecke) und Anhänger (gefüllt mit Spielmaterial und der Möglichkeit eines Rückzugsraums) unterwegs. Wir fahren die Orte an, wo die Kinder und Jugendlichen sich aufhalten (v.a. Spielplätze), um dort Kontakte zu knüpfen, Beziehungen aufzubauen und die Bedarfe der Kinder und Jugendlichen zu klären. Es besteht die Chance die deutsche Sprache zu lernen sowie Kreativität zu entdecken und zu fördern.

Es bestehen für die Kinder und Jugendlichen verschiedene Angebote, die im Kern sie in ihren Bedürfnissen parteilich unterstützen und ihnen einen „Raum“ ermöglichen, wo sie angenommen und wertgeschätzt sind.

N achhilfe: Im Einzelkontakt wird ein Rückzugsraum geboten, um zum einen einen Ansprechpartner für individuelle Bedarfe zu finden (Hausaufgabenhilfe, Bewerbung schreiben). Zum anderen wird Kindern und Jugendlichen im Einzelkontakt ein vertraulicher Rahmen geboten, in dem sie bei Konflikten und/oder schulischen/familiären Problemen in der MitarbeiterIn eine verlässliche Ansprechpartnerin haben.

S piel: NSK-Mobil bringt Spielgeräte mit und lädt in einem offenen, niederschwelligen und freiwilligen Rahmen die Kinder und Jugendlichen dazu ein, sinnvoll ihre Freizeit zu gestalten. Diese Zeit dient unter anderem dem Beziehungsaufbau und die Kinder erlernen spielerisch soziale Kompetenzen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und sie kommen mit den Kindern, die in der Nordstadt bereits länger leben – deutsche Kinder und auch Kinder mit Migrationshintergrund – in Kontakt.

K reativ: Den Fähigkeiten und Interessen der Kinder und Jugendlichen entsprechend werden kreative (künstlerische, musische) Angebote gemacht. Diese helfen den Kindern und Jugendlichen sich auszudrücken und unterstützt sie im Entdecken ihrer Fähigkeiten.

KAI - Kiosk am Industrieplatz

Der Kiosk am Industrieplatz in der Nordstadt ist das neue Projekt der Mitternachtsmission.
Wir bauen dort Folgendes auf:

  • Einen niederschwelligen Anlaufpunkt für die Menschen im Obdachlosenheim und aus der Drogenszene, die sich auf der öffentlichen Grünfläche neben dem Kiosk nahe der größten Heilbronner Substitutionspraxis gebildet hat;
  • Einen Begegnungsort für Menschen am Rande und in den Stadtteil integrierte Menschen;
  • Ein geschützter Beratungs- und Seelsorgeort für die traumatisierten Flüchtlinge, die wir im Rahmen unseres Projektes Stabil begleiten;
  • Die Kinderanlaufstelle KAI (Kiosk am Industrieplatz) für obdachlose Kinder und für die Nordstadtkids.

Möglich wird das Projekt zum einen dadurch, dass die Stadt uns diesen besonderen Ort mitten in der Nordstadt mietfrei zu Verfügung stellt. Außerdem freuen wir uns sehr über die Spenden, die wir bisher erhalten haben.

Da der Kiosk möglichst bald für Gruppen (Hauptraum) und für Menschen, die zur Beratung und Seelsorge kommen (Nebenraum), genutzt werden soll und noch eine Menge Arbeit vor uns liegt, würde es uns sehr helfen, wenn weitere Handwerker, Firmen oder Baumärkte kostenlos oder preisgünstig Dienstleistungen oder Mobiliar zu Verfügung stellen könnten.
Interessierte Helfer, Handwerker, Firmen und Spender können sich für weitere Fragen gerne an Ilona Schnaubelt oder Alexandra Gutmann unter 07131/84531 wenden.
Das Projekt „KAI“ und die betroffenen Kinder, aber auch alle Erwachsenen, die den Weg zu uns finden sind für jede Hilfe dankbar.

Ihre Ansprechpartnerinnen

Mitternachtsmission

Steinstr. 8

74072 Heilbronn
Email mitternachtsmission(at)diakonie-heilbronn.de

             

Alexandra Gutmann, Leiterin
Kathrin Geih
Nina Glaser
Sara Huschmann
Ingrid Delgas
Annika Hilbert

Kathrin Kirsch

Simone Klein

Mareike Klenk

Ilona Schnaubelt

Spendenprojekte der Mitternachtsmission

Christliches Angebot und schnelle Hilfe - Mitternachtsmission: 1024-0
Lotsenprojekt für obdachlose Kinder: 1041-0
Aufsuchende Arbeit im Rotlicht / Kontaktmobil: 1067-0
Nordstadtkids: 1065-0
KAI - Kiosk am Industrieplatz: 1081-0

Wenn Sie eines dieser Projekte unterstützen möchten, können Sie unter Angabe dieser Spendenprojektnummer überweisen. Hier geht´s zur Kontoverbindung