RESPEKT - Wege aus gewaltgeprägten Beziehungen

ins Gespräch kommen

Präventionsprojekt gegen häusliche Gewalt
für Jugendliche und junge Erwachsene im Stadt- und Landkreis Heilbronn

Dank Aktion Mensch, der Heilbronner Bürgerstiftung, dem Verein „Sicher im Heilbronner Land“, der
Sozialstiftung der Kreissparkasse Heilbronn und dem Erlös unseres Sponsorenlaufes 2013 starteten
wir zum 1.10.2013 mit unserem dreijährigen Projekt namens „RESPEKT - Wege aus gewaltgeprägten
Beziehungen“, einem Präventionsprojekt gegen häusliche Gewalt für Jugendliche und junge
Erwachsene im Stadt- und Landkreis Heilbronn. RESPEKT hat 2015 eine Auszeichnung des bundesweiten Sozialpreises innovatio erhalten.

RESPEKT – Ein Präventionsprojekt der Beratungsstelle für Frauen, Kreisdiakonieverband Heilbronn

In der Beratungsstelle für Frauen begleiten wir seit 1955 Frauen und Kinder, die von häuslicher
Gewalt bedroht oder betroffen sind. Schon seit vielen Jahren liegt es uns sehr am Herzen, Jugendliche und junge Erwachsene frühzeitig zu erreichen und sie darin zu unterstützen, Beziehungen geprägt von gegenseitigem Respekt und frei von jeglicher Form von Gewalt zu führen.
Wir erleben längst wie hilfreich Interventionen sind und investieren in unseren unterschiedlichen
Angeboten in der Beratungsstelle für Frauen, im Frauen- und Kinderschutzhaus und bei den
Südstadtkids in die präventive Arbeit, um weiterer häuslicher Gewalt vorzubeugen. Daher sehen wir
unser Präventionsprojekt RESPEKT einerseits als etwas ganz Neues und zum anderen als Fortführung
des bereits Bestehenden aus unserer Arbeit in der Beratungsstelle für Frauen.

Das Präventionsprojekt

RESPEKT wendet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die physische, psychische oder sexuelle Gewalt und Zwang in familiären Beziehungen erleben oder erlebt haben. Ebenso wendet es sich an diejenigen Jugendliche und junge Erwachsene, die häusliche Gewalt ausüben oder deren Prägung und Haltung Gewalt in partnerschaftlichen Beziehungen fördern. RESPEKT hat zum Ziel, die Chancen auf die Entwicklung von Beziehungsmustern, die von Achtung und Selbstverantwortung geprägt sind, zu verbessern.

RESPEKT möchte informieren, konkrete Hilfe bieten und sensibilisieren.

Im Fokus stehen drei Zielgruppen:

  1. Akut von Gewalt-/ Zwangssituationen (incl. Zwangsheirat sowie „Loverboy-Beziehungen“) imfamiliären Umfeld betroffene oder bedrohte Jugendliche bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres,
  2. Schülerinnen und Schüler, Jugendliche und junge Erwachsene, die als Brückenfunktion für Betroffene infrage kommen,
  3. Personen, die mit Betroffenen in Kontakt sind (z.B. Lehrkräfte, SchulsozialarbeiterInnen, Be- hördenmitarbeitende, PfarrerInnen, ÜbungsleiterInnen in Vereinen sowie weitere Personen in Multiplikatoren-Funktion).

Im Rahmen von Seminaren, Workshops und Unterrichtseinheiten erhalten Jugendliche und junge Erwachsene Informationen über das Thema häusliche Gewalt. In diesem Zusammenhang greift RESPEKT auch die Thematik Zwangsheirat sowie die der sogenannten „Loverboy -Beziehungen“ auf, in denen Minderjährige von ihrem vermeintlichen Freund in die Prostitution vermittelt werden. Gleichzeitig erhalten die Heranwachsenden Impulse für die Entwicklung von gesunden Beziehungsmustern. Ebenso erfahren sie wie sie Betroffenen beistehen können und wo Hilfe zu finden ist. Durch Schulungen  nehmen Fachkräfte vieler Berufsgruppen (vor allem Lehrkräfte) als MultiplikatorInnen das Thema mit in ihren Berufsalltag und werden so selbst zu Impulsgebern. Gerne lassen wir uns in Schulklassen, Konfirmanden- oder Jugendgruppen sowie zu Schulungen von Fachkräften etc. einladen.

Spendenprojekt 1064-000

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